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Volle Zwinger, leere Kasse

Ein Tierheim mit rund 120 Tieren zahlt im Monat etwa 2.000 Euro. Nur für Strom, Gas und Wasser. Futter, Tierarzt, Medikamente, Ausstattung kommen obendrauf. Stefan Hitzler vom Landestierschutzverband Baden-Württemberg hat diese Zahl 2022 für das Tierheim Heidenheim genannt. Heute liegt sie kaum niedriger.

Im Kern

Die Zahl der abgegebenen Tiere steigt. Die Kosten für jedes einzelne Tier auch. Was Tierheime brauchen, ist nicht Mitleid, sondern handfeste Entlastung im Alltag.

Was die Zahlen sagen

Etwa 350.000 Tiere werden in Deutschland jährlich in Tierheimen aufgenommen. Tendenz steigend. Allein der Deutsche Tierschutzbund listet 1.286 Organisationen, die sich um Tiere in Not kümmern. Die meisten Menschen, die diese Arbeit machen, machen sie ehrenamtlich.

Parallel laufen die Zahlen für Tierversuche weiter hoch: 1.812.100 Tiere wurden 2021 für wissenschaftliche Versuche verwendet, 644.200 davon getötet (Quelle: Statista). Das ist der Hintergrund, vor dem Ihre Arbeit stattfindet.

Warum die Heime so voll sind

Drei Gründe greifen ineinander:

  • Corona-Rückgabewelle. Viele Tiere wurden in der Pandemie spontan angeschafft. Als der Alltag zurückkam, fehlte die Zeit. Der Deutsche Tierschutzbund hat das früh benannt.
  • Inflation und Energiekosten. Familien, die ihr Tier eigentlich behalten wollten, schaffen es finanziell nicht mehr. Besonders Pflegefälle werden abgegeben.
  • Urlaubszeit. Jeden Sommer dieselbe traurige Hochsaison. Mehr Aufnahmen als sonst, mit allen Folgekosten.

Was die Kapazität zusätzlich bindet: Kranke und alte Tiere bleiben erfahrungsgemäß deutlich länger im Heim. Genau diese Tiere kommen jetzt häufiger an.

Wer ein Tier pflegt, kümmert sich um mehr als ein Tier und braucht dafür mehr als ein gutes Wort.

Tierschutz ist mehr als das Heim

Gnadenhöfe nehmen auf, was niemand sonst nimmt. Wildparks und Zoos sichern Lebensraum für bedrohte Arten und tragen zur Artenvielfalt bei. Tierrettung holt Tiere aus Notlagen, oft mitten in der Nacht. Die Strukturen sind unterschiedlich, der Kostendruck ist überall ähnlich: Gehege, Futter, Tierarzt, Fahrzeuge, Personal.

Was Sie für Ihre Arbeit bekommen können

Caritiva vermittelt Fahrzeuge an Einrichtungen im Tierschutz. Frei von Anschaffungskosten, finanziert über regionale Sponsor:innen aus Ihrer Umgebung. Transporter für die Tierrettung, Kombis für den Pflegealltag, Fahrzeuge für Futterspenden-Logistik. Was Sie brauchen, ermöglichen wir gemeinsam mit lokalen Unternehmen, die Ihren Namen kennen.

Sagen Sie uns, was im Alltag fehlt. Wir prüfen, ob sich für Ihre Region ein passendes Sponsoring-Modell aufbauen lässt.