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Es geht nicht um Verlängerung, es geht um Begleitung
London, 1948. Eine Krankenschwester namens Cicely Saunders begegnet einem polnischen Juden, David Tasma. Er ist 40, hat unheilbaren Krebs, keine Familie. Sie pflegt ihn in seinen letzten Wochen. Was sie in dieser Zeit lernt, wird ihr Lebenswerk: dass Menschen am Ende ihres Lebens mehr brauchen als ein gutes Krankenbett. Sie brauchen jemanden, der zuhört. Sie brauchen Zeit. Sie brauchen Würde.
1967, fast zwei Jahrzehnte später, eröffnet Saunders das St. Christopher's Hospice in Sydenham, Südlondon. Es ist das erste moderne Hospiz der Welt. Ihr Leitsatz wird zur Grundlage der gesamten Hospizbewegung: "Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben."
Hospizarbeit ersetzt nicht die kurative Medizin. Sie beginnt dort, wo Heilung nicht mehr Ziel sein kann. Ihr Auftrag ist das Begleiten. Körperlich, seelisch, sozial, spirituell.
Was Hospizarbeit ausmacht
Hospizarbeit steht auf vier Säulen. Sie greifen ineinander, und keine kann ohne die anderen tragen.
Schmerzlinderung statt Schmerzbeseitigung
Palliativmedizin will keine Heilung mehr erreichen. Sie will, dass Patient:innen ihre letzten Wochen und Monate ohne quälende Schmerzen verbringen können. Das ist ein anderes Ziel und es braucht andere Fachkräfte, andere Medikation, andere Zeitfenster für Gespräche.
Psychosoziale Begleitung
Wer mit einer unheilbaren Erkrankung lebt, hat Fragen, die kein Befund beantwortet. Was wird aus meiner Familie? Wie nehme ich Abschied? Wovor habe ich am meisten Angst? Hospiz-Mitarbeitende sind dafür da, dass diese Fragen nicht ungehört bleiben.
Spirituelle Begleitung
Spiritualität ist nicht Religion. Sie ist die Frage nach dem, was bleibt und was zählt. Manche Patient:innen suchen das in Glaubensritualen, andere in Musik, andere im Gespräch mit Angehörigen. Hospiz-Teams begleiten beides ohne Wertung, ohne Lehrmeinung.
Trauerbegleitung. Auch nach dem Tod
Die Arbeit endet nicht mit dem Sterben. Angehörige tragen ihre Trauer oft monatelang weiter, manche jahrelang. Trauerbegleitung, für Kinder, Partner:innen, Eltern, ist Teil dessen, was Hospizdienste leisten. Sie fällt aber bei den meisten Finanzierungsmodellen durch alle Raster.
Was die Zahlen erzählen
Wer wissen will, wie es um die Hospizarbeit in Deutschland steht, kommt an einigen Zahlen nicht vorbei:
- Rund 35.000 Menschen werden jährlich ambulant oder stationär durch Hospiz- und Palliativdienste begleitet.
- Rund 1.500 ambulante Hospizdienste bilden das Rückgrat. 85 Prozent der Begleitung findet im häuslichen Umfeld statt, nicht in stationären Einrichtungen.
- Rund 260 stationäre Hospize für Erwachsene, dazu spezielle Einrichtungen für Kinder und Jugendliche.
- Über 120.000 Menschen engagieren sich ehrenamtlich, bürgerschaftlich oder hauptamtlich.
Wo Hospize an Grenzen kommen
Wer in der ambulanten Hospizarbeit tätig ist, kennt drei wiederkehrende Engpässe:
- Personalmangel. Fachkräfte, die diese Arbeit leisten können, sind selten und schwer zu halten. Die Belastung ist hoch, die Bezahlung oft nicht angemessen.
- Mobilität. Wenn 85 Prozent der Arbeit ambulant stattfindet, brauchen Mitarbeitende verlässliche Fahrzeuge. Privatfahrzeuge tragen die Belastung selten ohne Verschleiß und nicht jede Einrichtung kann eigene Dienstwagen finanzieren.
- Finanzierung jenseits der Kernarbeit. Krankenkassen finanzieren bestimmte Leistungen, aber nicht alles. Trauerbegleitung für Angehörige, die selbst keine Patient:innen sind, fällt oft durch alle Raster.
Wie ein Begleitfahrzeug konkret hilft
Die Pallicura GmbH in Schwandorf ist eines der vielen ambulanten Palliativ-Teams in Deutschland. Sie erbringt SAPV, Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung, im Landkreis Schwandorf. Patient:innen mit nichtheilbarer und weit fortgeschrittener Erkrankung, die zuhause, in Alten- oder Eingliederungshilfeeinrichtungen oder in ambulant betreuten Wohnformen leben.
Das Team hat einen Toyota Proace City über Caritiva erhalten. Anschaffungskostenfrei. Lokale Unternehmen finanzieren das Fahrzeug über Werbeflächen. Was das im Alltag heißt: Mitarbeitende müssen nicht mehr ihr Privatauto für die Arbeit verbrauchen. Sie haben Platz für die nötige Ausstattung. Sie kommen pünktlich an. Auch wenn der nächste Termin 30 Kilometer entfernt liegt.
Was Sie für Ihre Hospizarbeit bekommen können
Wenn Sie in der ambulanten oder stationären Hospizarbeit tätig sind und Mobilität ein konkretes Thema ist, lohnt sich ein Gespräch. Caritiva vermittelt Begleitfahrzeuge an Hospiz-Vereine und Palliativ-Dienste. Anschaffungskostenfrei, finanziert über regionale Sponsor:innen, die ihren Beitrag dort leisten wollen, wo er ankommt.
Welche Fahrzeuge passen zu Ihrer Arbeit?
Hängt vom Einzugsgebiet ab. Für städtische Einsätze ist ein kleiner, wendiger Wagen meist die richtige Wahl. Für längere Strecken im Flächenland. Vor allem, wenn Patient:innen mit Rollstuhl oder Rollator transportiert werden. Eher ein Hochdachkombi. Im Erstgespräch klären wir, was zu Ihrer Lage passt.
Wie lange dauert es bis zur Übergabe?
Das hängt davon ab, wie schnell die Sponsor:innen vor Ort gefunden werden. In der Regel sind das mehrere Monate von der ersten Anfrage bis zur Schlüsselübergabe.
Was kostet uns das?
Anschaffung: nichts. Sprit, Wartung, Versicherung tragen Sie selbst, wie bei jedem anderen Dienstfahrzeug auch.
Was passiert nach Ablauf des Vertrags?
Die Modalitäten klären wir zum Vertragsende individuell mit Ihnen. In den meisten Fällen geht das Fahrzeug danach in Ihren Besitz über.
